Marcel Beyer liest im Kultur: Haus Dacheröden

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dich­tung schrieb in ihrer Begrün­dung für die Ver­lei­hung des Georg-Büch­n­er-Preis­es an Mar­cel Bey­er: »Er hat den Sound der Straße im Ohr, er ken­nt die Test­gelände der ästhetis­chen Avant­gar­den, er ist ver­traut mit der tück­ischen Magie der Medi­en. Seine Texte sind kühn und zart, erken­nt­nis­re­ich und unbestech­lich. So ist während dreier Jahrzehnte ein unver­wech­sel­bares Werk ent­standen.«

MARCEL BEYER, 1965 in Tail­fin­gen / Würt­tem­berg geboren, wuchs in Kiel und Neuss auf und lebt seit 1996 in Dres­den. Er studierte Ger­man­is­tik, Anglis­tik und Lit­er­atur­wis­senschaft an der Uni­ver­sität Siegen. Seit 1985 veröf­fentlicht er in ver­schiede­nen Pub­lika­tio­nen Essays, Lit­er­aturkri­tiken, sowie edi­torische, lit­er­arische und jour­nal­is­tis­che Arbeit­en (u. a. für Konzepte, SPEX, FAZ oder NZZ). Neben seinem umfan­gre­ichen lyrischen, essay­is­tis­chen und erzäh­len­dem Werk, ist er auch als Über­set­zer (u. a. E. E. Cum­mings, William S. Bur­roughs, Gertrude Stein) und Her­aus­ge­ber tätig (u. a. Friederike Mayröck­er: Gesam­melte Prosa; Friederike Mayröck­er: Gesam­melte Gedichte). Als Writer in Res­i­dence war er 1996 am Uni­ver­si­ty Col­lege Lon­don, 1998 an der Uni­ver­si­ty of War­wick in Coven­try und 2008 am Max-Planck-Insti­tut für Wis­senschafts­geschichte in Berlin-Dahlem. Er ist Mit­glied der Berlin­er Akademie der Kün­ste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dich­tung und des PEN-Zen­trums Deutsch­land. Mar­cel Bey­er erhielt zahlre­iche Preise, u. a. 2008 den Joseph-Bre­it­bach- und 2016 den Georg-Büch­n­er-Preis.

Zulet­zt erschienen: Muskat­blut, Muskat­blüt. Zwiesprachen – Eine Rei­he des Lyrik Kabi­netts München (2016); Das blind­geweinte Jahrhun­dert. Essay (2017).

Mod­er­a­tion: Gui­do Naschert.

Ort: Kul­tur: Haus Dacherö­den, Anger 37, 99084 Erfurt.

Ein­tritt: 10,- / 8,- €.

Pro­jek­t­trägerin: Lit­er­arische Gesellschaft Thürin­gen e.V.
Koop­er­a­tionspart­ner: Erfurter Herb­stlese e.V., Forschungsstelle Europäis­che Roman­tik und Schillers Garten­haus der FSU Jena, Lese-Zeichen e.V.
Förder­er: Friedrich-Schiller-Uni­ver­sität Jena, Kul­turs­tiftung des Freis­taats Thürin­gen

Foto (Auss­chnitt): Juer­gen Bauer