Philosophische Frühromantik

Die Schle­gels. Eine euro­päi­sche Gelehr­ten­fa­mi­lie aus Sach­sen, 1600–1800

Schle­gel‹ war in der Frü­hen Neu­zeit ein sehr ver­brei­te­ter Name. Obwohl nicht jeder ein Ade­li­ger war, gab es im All­ge­mei­nen zwei gro­ße Clans von ade­li­ger Her­kunft, die dem Anschein nach jedoch kei­ne direk­te genea­lo­gi­sche Ver­bin­dung besa­ßen. Die­se waren die Fami­lie von Cas­par von Schle­gel (zwei­te Hälf­te des 15. Jahr­hun­derts), die ein Pferd in ihrem Wap­pen trug, und die von Ernst von Schle­gel (zwei­te Hälf­te des 16. Jahr­hun­derts). Ernst war Berg­bau­in­ge­nieur in Sach­sen, wes­halb das Wap­pen sei­ner Nach­kom­men einen Mann mit einem Schle­gel zeigt.

Die Stu­die zur Fami­li­en­ge­schich­te folgt dem Mann mit dem Ham­mer von der Spät­re­for­ma­ti­on bis zur Roman­tik, indem sie danach fragt, wel­che gelehr­ten Leis­tun­gen die ver­schie­de­nen Schle­gels auf­zu­wei­sen hat­ten, wel­che poe­ti­schen und theo­lo­gi­schen Vor­stel­lun­gen die Fami­lie von Genera­ti­on zu Genera­ti­on wei­ter­gab und wie die jün­ge­re Genera­ti­on die­ses Erbe auf­ge­grif­fen und ver­än­dert hat. Sogar die roman­ti­sche Dis­si­denz aus der luthe­ri­schen Tra­di­ti­on, ihre Idee einer ästhe­tisch und phi­lo­so­phisch begrün­de­ten ›neu­en Reli­gi­on‹ kann in die­sem Zusam­men­hang neu bewer­tet wer­den. Und es soll deut­li­cher wer­den, dass die Schle­gels eine her­aus­ra­gen­de Fami­lie der Frü­hen Neu­zeit dar­stel­len – wie die Bachs oder die Mendelssohns.

Publi­ka­tio­nen zum Thema:

Die Schle­gels. Eine euro­päi­sche Gelehr­ten­fa­mi­lie aus Sach­sen, 1600–1800. 2022 (Manu­skript, ca. 90 S., zahlr. Abb.) (in Vorb.)

Phi­lo­so­phi­sche Lehr­jah­re. Bei­trä­ge zur intel­lek­tu­el­len Bio­gra­phie des jun­gen Fried­rich Schle­gel (1772–1802). 2021. (ca. 500 S., 10 Abb.) (in Vorb.)

[Rez.] Der lebens­phi­lo­so­phi­sche Früh­ro­man­ti­ker. Zur Rekon­struk­ti­on der früh­ro­man­ti­schen Ethik Fried­rich Schle­gels, von Andre­as Hjort Møl­ler. In: Arbi­tri­um. Zeit­schrift für Rezen­sio­nen zur ger­ma­nis­ti­schen Lite­ra­tur­wis­sen­schaft 35.3 (2017), S. 374–376.

Fried­rich Schle­gels Kant-Rezep­ti­on wäh­rend sei­ner Wie­ner Zeit. In: Umwe­ge. Annä­he­run­gen an Imma­nu­el Kant in Wien, in Öster­reich und in Ost­eu­ro­pa. Hg. von Vio­let­ta Wai­bel. Göt­tin­gen : Vien­na Uni­ver­si­ty Press/V&R uni­press 2015, S. 427 – 431.

The Pro­blem of Anti­no­my and its Prac­ti­cal Dimen­si­on in Ear­ly Roman­tic Dialec­tic. In: Dialec­tic and Para­dox. Con­fi­gu­ra­ti­ons of the Third in Moder­ni­ty. Hg. von Ian Coo­per und Ber­nard Malk­mus. Oxford u.a.: Lang 2013, S. 127–139.

[Rez.] Iro­nie­ver­zicht. Fried­rich Schle­gels theo­re­ti­sche Kon­zep­te zwi­schen ›Athe­nä­um‹ und ›Phi­lo­so­phie des Lebens‹, von Mat­thi­as Schö­ning. In: Arbi­tri­um. Zeit­schrift für Rezen­sio­nen zur ger­ma­nis­ti­schen Lite­ra­tur­wis­sen­schaft 23.3 (2005), S. 310f.

[Rez.] Das Wun­der­jahr in Jena. Geist und Gesell­schaft 1794/95, von Theo­do­re Zio­l­kow­ski. In: Athe­nä­um. Jahr­buch für Roman­tik 9 (2000), S. 293 – 297.

Klas­sisch leben‹. Fried­rich Schle­gels Geschich­te der Poe­sie der Grie­chen und Römer (1798) im Kon­text von klas­si­scher Alter­tums­wis­sen­schaft und kri­ti­scher Phi­lo­so­phie­his­to­rie. In: Kunst und Wis­sen­schaft um 1800. Hg. von Tho­mas Lan­ge und Harald Neu­mey­er. Würz­burg : Königs­hau­sen & Neu­mann 2000, S. 179 – 198.

August Lud­wig Hül­sens ers­ter Bei­trag zur phi­lo­so­phi­schen Früh­ro­man­tik. In: Athe­nä­um. Jahr­buch für Roman­tik. Hg. von Ernst Beh­ler, Man­fred Frank, Jochen Hörisch und Gün­ter Oes­ter­le. Pader­born, Mün­chen, Wien, Zürich : Schö­ningh 1998, Bd. 8, 111 – 135.

Fried­rich Schle­gel über Wech­sel­er­weis und Iro­nie (Teil 2), Anhang : Fried­rich Schle­gels Schrif­ten und Stu­di­en der Jah­re 1796/97 (Aus­wahl). In: Athe­nä­um. Jahr­buch für Roman­tik, Bd. 7 (1997), S. 9 – 34.

Fried­rich Schle­gel über Wech­sel­er­weis und Iro­nie (Teil 1). In: Athe­nä­um. Jahr­buch für Roman­tik, Bd. 6, 1996, S. 47 – 90.