Sprechkonzert mit Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld in Erfurt

»Ein Kom­po­nist ist er gewor­den, mit allen Tex­ten gewa­schen; ein Dich­ter ist er gewor­den, mit allen Ohren bli­ckend und Hän­den fin­dend; ein bil­den­der Künst­ler ist er gewor­den mit eige­nen Kla­via­tu­ren. Ein Fil­me­ma­cher, ein Wie­der­ent­de­cker, ein Dis­kurs­er­fin­der, ein Essay­ist, ein Wis­sen­schaft­ler im Erfor­schen des­sen, was er da tut, ist Ger­hard Rühm eben­falls gewor­den.« (Micha­el Lentz, FAZ)

Foto: © Isolde Ohlbaum
Foto: © Isol­de Ohlbaum

GERHARD RÜHM, gebo­ren 1930 in Wien, stu­dier­te Kla­vier und Kom­po­si­ti­on an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst in Wien. Seit Anfang der 50er Jah­re pro­du­zier­te er Laut­ge­dich­te, Sprech­tex­te, visu­el­le Poe­sie, Pho­to­mon­ta­gen und Buch­ob­jek­te. Er ist Mit­grün­der der Wie­ner Grup­pe (mit Fried­rich Ach­leit­ner, H. C. Art­mann, Kon­rad Bay­er und Oswald Wie­ner) und auch Her­aus­ge­ber der gleich­na­mi­gen Antho­lo­gie. Von 1972 bis 1996 war er Pro­fes­sor an der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te in Ham­burg und von 1978 bis 1982 Prä­si­dent der Gra­zer Autoren­ver­samm­lung. Rühms Arbei­ten sind im Grenz­be­reich von Musik, Spra­che, Ges­tik und Visu­el­lem ange­sie­delt. Sei­ne Hör-Pro­duk­tio­nen sind her­aus­ra­gen­de Bei­spie­le für das Neue Hör­spiel und die Akus­ti­sche Kunst. Sein Werk ist mit zahl­rei­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net wor­den. Seit 2005 gibt Micha­el Fisch sei­ne Gesam­mel­ten Wer­ke her­aus. Ger­hard Rühm selbst ver­wal­tet den Nach­lass von Franz Richard Beh­rens und ist Her­aus­ge­ber des Wer­kes von Kon­rad Bay­er. Seit 1978 ist er Mit­glied der Frei­en Aka­de­mie der Küns­te Hamburg.

Rühm erhielt zahl­rei­che Prei­se, dar­un­ter den Gro­ßen Öster­rei­chi­schen Staats­preis für Lite­ra­tur (1991), den Ali­ce-Salo­mon-Poe­tik-Preis (2007) und Karl-Sczu­ka-Preis (2015).

Diens­tag, 21. Novem­ber, 20:00 Uhr
Kul­tur : Haus Dacheröden
Anger 37
99084 Erfurt

Mode­ra­ti­on: Hel­mut Hühn u. Gui­do Naschert